GPU Refresh and Resale Policy¶
Stand: April 2026
Zweck¶
Diese Regel beschreibt, wie redc ueber Halten, Beobachten, Ersetzen und Verkaufen von GPU-Generationen entscheidet.
Sie verhindert zwei typische Fehler:
- zu frueher Wechsel nur wegen neuerer Technologie
- zu spaeter Verkauf, wenn Karten nur noch aus Hoffnung gehalten werden
Grundsatz¶
redc ersetzt Karten nicht, nur weil eine neuere Generation verfuegbar ist. Ein Wechsel ist nur dann sinnvoll, wenn er die Flottenoekonomie messbar verbessert.
Die zentrale Frage lautet:
Erzeugt eine neue GPU-Generation bei realem Kaufpreis, realer Auslastung und realer Host-Auszahlung einen klar besseren Payback als das Halten oder Erweitern der bestehenden Flotte?
Die vier Zustaende¶
1. Hold¶
Karten bleiben in Betrieb, wenn:
- Auslastung im Zielkorridor bleibt
- Netto nach Schuldendienst positiv und robust ist
- kein klar besserer Ersatz mit ueberlegenem Payback verfuegbar ist
- der erwartete Restwertverlust kleiner ist als der noch zu erwartende operative Cashflow
2. Watch¶
Karten kommen auf die Beobachtungsliste, wenn:
- reale
EUR/GPU-hueber mehrere Monate sinken - Auslastung strukturell nachlaesst
- neue Generationen in derselben Marktklasse haeufiger auftauchen
- der Restwert noch brauchbar ist, aber die Nachfragequalitaet nachlaesst
3. Refresh Candidate¶
Ein aktiver Generationswechsel wird geprueft, wenn:
- der alte GPU-Typ ueber 90 Tage strukturell schwaecher monetarisiert
- eine neue Generation im Gebrauchtmarkt verfuegbar und finanzierbar wird
- der neue Typ bei realem Kaufpreis und realistischer Auslastung klar besseren Payback liefert
- der Flotten-Stressfall auch nach dem Wechsel tragfaehig bleibt
- der Restwert der alten Karten noch nicht kollabiert ist
4. Sell¶
Verkauf ist richtig, wenn:
- Karten nur noch knapp oder unzuverlaessig monetarisiert werden
- der Restwert noch sinnvoll realisierbar ist
- weiteres Halten primär auf Hoffnung basiert
- ein besserer Einsatz des Kapitals oder ein sauberer Exit wirtschaftlich ueberlegen ist
Trigger fuer neue Generationen (z. B. H100)¶
Ein Wechsel auf eine neue Generation wird nicht durch Marketing oder Technologieprestige ausgeloest, sondern nur wenn mehrere Bedingungen gleichzeitig erfuellt sind:
- Der neue GPU-Typ ist gebraucht oder finanzierbar zu einem Preis verfuegbar, der in das Phase-B/Phase-C-Kapitalmodell passt.
- Reale Host-Auszahlung und Auslastung deuten auf einen klar besseren Erlospfad hin.
- Der neue Typ verbessert mindestens zwei dieser drei Groessen deutlich:
- Payback
- Stress-Netto
- Kapitalrendite je investiertem EUR
- Der Wechsel verschlechtert den Flotten-Stressfall nicht.
Wann nicht bis zum bitteren Ende halten¶
Das Modell soll Karten nicht aus Gewohnheit bis zum absoluten Ende fahren. Ein zu spaeter Verkauf ist vor allem dann unguenstig, wenn:
- die Host-Raten bereits sichtbar erodieren
- neuere Generationen Nachfrage abziehen
- der Sekundaermarktpreis der alten Karten noch akzeptabel ist
- die operative Cash-Generierung der alten Karten nur noch knapp positiv ist
Konsequenz fuer die Flottensteuerung¶
Fuer die Flottensteuerung genuegen drei Grundsaetze:
- es gibt eine disziplinierte Refresh- und Resale-Politik
- Generationswechsel erfolgen triggerbasiert
- Karten werden nicht automatisch bis zum Totalausfall gehalten
Die volle Entscheidungslogik steht hier gesammelt, damit Hold-, Watch-, Refresh- und Sell-Entscheidungen an denselben wirtschaftlichen Kriterien ausgerichtet bleiben.